Warum ich Bücher liebe und trotzdem auf E-Books umgestiegen bin…

Ich liebe Buchhandlungen, den Duft von Büchern, das Blättern … einfach alles. Meine Liebe zu Buchläden geht soweit, dass ich fast immer in einen Buchladen gehe, wenn ich an einem vorbei komme. Jeder der mit mir in der Stadt unterwegs ist, ist meist ganz genervt davon. 😀

Bücher sind für mich einfach etwas Wunderbares. Am liebsten habe ich Taschenbücher, denn Hard-Cover sind mir meist zu schwer und unhandlich. Und am besten sehen die Bücher nach dem Lesen noch aus wie neu. Also bloß kein umgeknicktes Eck, das als Lesezeichen gedient hat, ein Fleck, weil man nebenbei Schokolade genascht hat. Aber das schlimmste überhaupt ist… Knicke auf dem Buchrücken. Da könnte ich wahnsinnig werden 😉

Aber genug davon, ein paar Beiträge vorher habe ich mein erstes YouTube-Video online gestellt. Darin vergleiche ich die derzeit erhältlichen Tolino-Modelle (Page, Shine 2HD und Vision 4HD). Wie passt also meine Liebe zu (richtigen) Büchern mit einem Tolino – also einem E-Book-Reader zusammen?

Ganz ehrlich, eigentlich gar nicht. Aber es gibt gute Gründe, warum ich (schweren Herzens) vor ein paar Jahren umgestiegen bin.

Der erste und auch wichtigste Grund ist der Platz. Bücher brauchen so viel davon. Ich lese im Schnitt zwei bis drei Bücher im Monat, das sind über 30 Bücher im Jahr. Innerhalb der letzten 4 Jahre (damals habe ich meinen ersten Tolino gekauft) haben sich darauf über 120 eBooks angesammelt. Wenn ich mir vorstelle, die alle in Form von gedruckten Büchern in meiner Wohnung unterbringen zu müssen…

Der zweite wichtige Grund ist die Schlepperei. Bevor wir in Urlaub gehen, stocke ich meine (digitale) Bibliothek immer ziemlich auf. Es gibt ja nichts Schlimmeres als wenn man im Urlaub ist und nichts mehr zu lesen hat. Also nehme ich regelmäßig vier bis fünf eBooks mit in den Urlaub. (Jaja, den meisten Menschen reicht ein Buch… aber von den mitgenommenen lese ich immer mindestens die Hälfte und naja … Bücher werden ja nicht schlecht, also lieber vorher ein paar mehr kaufen. 😉 ) Aber wie sollte ich die alle transportieren, wenn ich sie nicht als E-Book hätte? Die Fluggesellschaften würden sich zwar vielleicht freuen, wenn sie jedes Mal Geld fürs Übergepäck kassieren könnten, aber schleppen müsste ich den Koffer dann ja auch. Mit meinem Tolino bin ich bestens ausgerüstet, er passt in (fast) jede Handtasche.

Last but not least ist für mich der dritte Grund die interne Beleuchtung (beim Tolino Page nicht vorhanden). Ich bin ein Bett-Leser. Immer wieder erzählen mir Menschen, dass sie im Bett nicht lesen können/wollen usw. Ich gehöre da nicht dazu. Lesen gehört für mich vor dem Schlafen dazu. Früher bin ich dabei dann ganz oft eingeschlafen (ok, heute auch noch…) und hatte dann teilweise die ganze Nacht noch die Nachttischlampe an (vielleicht sollte ich mich mal bei meinen Eltern für die damalige Stromrechnung entschuldigen 😉 ). Das noch schlimmere war aber, dass meistens das Buch zugeklappt ist und kein Lesezeichen drin war. Am nächsten Tag ging dann die Sucherei los. Das alles passiert mir mit meinem Tolino nicht mehr. Also das einschlafen schon, aber nach 5 Minuten Inaktivität schaltet er sich automatisch ins Stand-By und bleibt trotzdem auf der richtigen Seite im Buch. Und ich nerve auch meinen Freund nicht mit einer eingeschalteten Lampe. Ich glaube der Tolino dient auch viel dem Frieden vorm Einschlafen. 🙂

Leider eignet sich, meiner Meinung nach, ein E-Book-Reader derzeit noch nicht für Sach- und Kochbücher oder auch Bildbände. Der Tolino bspw. stellt Inhalte nur in schwarzweiß dar. Und auch um Begriffe nachzuschlagen oder Textpassagen zu markieren, finde ich ein richtiges Buch wesentlich besser. Das alles gibt mir immer noch die Chance, meine Besuche in Buchhandlungen zu rechtfertigen. Und dadurch komme ich ab und zu auch weiterhin in den Genuss richtige Bücher in die Hand zu nehmen. 🙂

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