Waffeln aus Amaranthmehl mit Apfelmus

Waffeln aus Amaranthmehl

Waffeln aus Amaranthmehl mit Apfelmus

Amaranth ist das neue „Getreide“ (eigentlich ist es gar kein Getreide, sondern gehört zu den Pseudogetreiden), das bei uns noch nicht so lange erhältlich oder zumindest noch nicht lange so bekannt ist. Eigentlich ist es aber gar nicht neu, es gehört nämlich zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Schon vor 3.000 Jahren war Amaranth eines der Grundnahrungsmittel der Inkas und der Azteken. Aber jetzt habe ich Euch genug mit der Geschichte des Amaranth gelangweilt, kommen wir zu den interessanten Fakten 😉

Amaranth wird in den Medien gerade sehr gehyped und dieser Amaranthhype hat nun auch mich erwischt. Wenn man sich die kleinen Körnchen anschaut, kann man sich nur schwer vorstellen, dass es so unglaublich viele Nähr- und Vitalstoffe enthalten soll und somit ein richtiges Powerkorn ist. Noch dazu eignet es sich für eine glutenfreie Ernährung. Amaranth überzeugt auch durch seinen leicht nussigen Geschmack. Vor kurzem habe ich Amaranth als Reisersatz mit Ratatouille gemacht (das war am Anfang meiner Kohlenhydratefreien Woche… Der gute Wille war immerhin da, leider hat es nur etwa zwei Tage geklappt und mein Körper hat nach Nudeln und Kohlenhydraten gelechzt, so dass ich ihm nachgeben musste) aber nichtsdestotrotz hat mich der Amaranth geschmacklich überzeugt und kann auf jeden Fall den Reis ersetzen. Tatsächlich sind die Amaranthkörner jedoch sehr klein, so dass diese, beim Abspülen vor dem Kochen, durch mein Haarsieb gefallen sind. Bis diese dann endlich im Topf waren, haben sie sich noch in der halben Küche verteilt. Die im Topf gelandeten waren dann aber recht schnell gekocht, super lecker und haben vor allem auch satt gemacht.

Den Amaranth habe ich auch als gepuffte Version zu Hause. Ich gebe ihn jeden Morgen über mein Müsli, da Amaranth viele Nährstoffe (u.a. Lysin und Kalzium) und vor allem auch Eiweiß enthält (sehr wichtig bei einer vegetarisch/veganen Ernährung) und man dadurch jeden Tag ein bisschen von den Nährstoffen zu sich nimmt. Praktischerweise verändert es den Geschmack des Müslis nur wenig.

Amaranth Amaranth gepufft Amaranthmehl

Was also fehlt noch in der Amaranth Sammlung? Genau, die Mehlform. Und genau diese habe ich im Online-Shop von veglifeenterprise.com entdeckt. Für meine ersten Versuche hat mir das Team von veglifeenterprise dieses zur Verfügung gestellt. Nachdem das Paket ankam, stand das Amaranthmehl dann doch noch einige Zeit herum, in der ich überlegte, was ich eigentlich damit machen könnte. Da Amaranthmehl nicht einfach so 1:1 für anderes Mehl ersetzt werden kann (in dem glutenfreien Amaranthmehl fehlt die Klebrigkeit, so dass Backwaren dann leider auseinanderfallen, außer sie brauchen keine besonders luftige Konsistenz), konnte ich nicht einfach einen Kuchen backen und statt Weizenmehl dann nur Amaranthmehl nehmen. Es ist also besser nur einen Teil (max. 30%) des Weizenmehls durch Amaranthmehl zu ersetzen. Wenn der Kuchen dennoch glutenfrei werden soll, kann statt dem Mehl Typ 405 auch das Dinkelmehl Typ 630 genommen werden. Dies eignet sich ebenso hervorragend zum Backen von Kuchen und anderen Teigwaren. Es ist quasi das glutenfreie Weizenmehl 😉

Da ich aber nicht einfach einen Kuchen backen wollte, habe ich mich etwas inspirieren lassen und bin dann auf dieses leckere Rezept für Amaranthwaffeln gestoßen.

Rezept für die Amaranthwaffeln:

Zutaten:

  • 250g Amaranthmehl
  • 100g Buchweizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pckg. Vanillezucker
  • 3 EL Zucker
  • 150g Margarine
  • 3 Eier (oder Eiersatz)
  • 350ml Reis-Drink (oder Milch)
  • etwas Öl für das Waffeleisen

Zubereitung:

  1. Die Margarine mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier oder den Eiersatz dazugeben und weiter rühren bis eine weißschaumige Masse entstanden ist.
  2. Amaranthmehl, Buchweizenmehl, Backpulver und Salz vermischen und zu der Margarine/Zucker/Ei-Mischung geben.
  3. Den Reis-Drink nach und nach unterrühren bis ein dickflüssiger Teig entstanden ist. Den Teig dann ca. 15 Minuten ruhen lassen.
  4. Die Waffeln in einem leicht mit Öl eingefetteten Waffeleisen ausbacken und servieren.

Das Amaranthmehl ließ sich bei den Waffeln richtig gut verwenden, beim Rühren sowie auch beim Ausbacken habe ich keinen Unterschied zu sonst üblichem Mehl (meist Weizen Typ 405) gemerkt.

Die Amaranthwaffeln haben auch richtig lecker geschmeckt und sie waren dabei nicht zu süß. Natürlich war der Geschmack etwas anders, aber deswegen nicht schlechter als bei normalen Waffeln, ganz im Gegenteil. Wer also den leicht nussigen Geschmack von Amaranth mag, der wird die Amaranthwaffeln lieben.

Zu den Waffeln habe ich noch Apfelmus selbst gemacht. Er lässt sich lecker und schnell zubereiten. Mein Rezept ist für den Thermomix gedacht, aber natürlich kann man Apfelmus auch ohne TM zubereiten. Als kleine Anregung gebe ich euch das Rezept (ist auch im Grundkochbuch vom Thermomix zu finden) noch mit dazu.

Rezept für den Apfelmus (Thermomix):

Zutaten:

  • 750g Äpfel in Stücken (geschält oder ungeschält)
  • 20g Zitronensaft
  • 50g Zucker (nach Belieben)
  • 1 TL Vanillezucker (optional)

Zubereitung:

  1. Äpfel, Zitronensaft, Zucker und Vanillezucker in den Mixtopf geben und 9 Min./100°C/Stufe 1 kochen.
  2. Äpfel 20 Sek./Stufe 5 pürieren oder bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Apfelmus warm oder kalt servieren.

Ob man Apfelmus zu den Waffeln machen möchte, ist natürlich Geschmackssache. Man kann ihn auch durch etwas Anderes ersetzen. Oder Ihr genießt die Waffeln einfach nur mit Puderzucker. Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Spaß beim Ausprobieren und natürlich beim Essen 🙂

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